Bei meiner Unimannschaft hat die Saison mittlerweile richtig begonnen. Wöchentlich wird Fußball gespielt. Oft auch mehr als ein Spiel. Die Info, dass ein Spiel stattfindet bekommen wir meistens erst ein paar Tage vorher. Einen festen Spielplan gibt es nicht. Die Mannschaft besteht zur Hälfte aus Südafrikanern, schwarzen und weißen.
Die andere Hälfte sind Internationals aus Kanada, Zambia, Norwegen, Namibia, Holland und eben ich aus Deutschland. Die Spiele der Studentenliga waren bisher immer auswärts in Kapstadt. Auf der Fahrt geht es immer am riesigen Township Khayelisha vorbei. Auf dem kleinen Grünstreifen, der die Autobahn vom Township trennt, trainieren abends viele Mannschaften aus dem Township. Der meist sehr unebene und sandige „Trainingsplatz” ist sehr schlecht bespielbar und die Tore sind oft nur zwei Pylonen oder Gummireifen. Das macht den fußballverrückten Südafrikanern nicht viel aus. Die Hauptsache ist, dass der Ball rollt. Man sieht oft eine Mannschaft trainieren, wenn man durch die Straßen fährt. Sobald sich eine Grünfläche findet, wird der Ball ausgepackt.
Je näher wir der Stadt kommen, desto seltener sieht man ein solches Training. Ab da hat man nur den prächtigen Tafelberg vor den Augen. Auf dem nagelneuen Kunstrasenplatz der University of Cape Town finden die Spiele statt. Kabinen und Duschen gibt es keine.
Kurz vor dem Spiel stehen wir in der Runde zusammen und es wird „gebetet“: Eins, zwei, drei… Maties.” Das Spiel beginnt. Meistens spielen wir gegen schwarze Teams. Ausnahme ist das Team der englischsprachigen UCT, in dem nur wenige Schwarze antreten. Nach dem Spiel geht es wieder raus aus der Großstadt, vorbei an dem Kapstadter Lichtermeer und den Township, zurück ins kleine Stellenbosch. Unsere bisherige Ausbeute aus fünf Spielen: Drei Siege und zwei Niederlagen schlagen zu Buche.
Dienstag, 25. Mai 2010
Der Ball soll endlich rollen
Labels:
Fußball,
guten,
Hoffnung,
Kap,
Kapstadt,
Oberachern,
Ortenau,
Soccer City,
South Africa,
Stellenbosch,
Südafrika,
Township,
WM,
World Cup
Donnerstag, 22. April 2010
Rundreise geplant für die Turnierwochen
In 52 Tagen ist es endlich soweit. Dann beginnt für alle Fußballfans eine herrliche Zeit. Vergangene Woche hat die fünfte Verkaufsphase begonnen, die bis zum Anfang des Turniers dauert. In dieser Phase werden die letzten 500000 Karten verkauft. Zum einen geht das bequem über das Internet, zum anderen auch direkt am Schalter. Dies versuchten letzten Donnerstag viele Fußballbegeisterte in Stellenbosch. Eine lange Menschenmenge schlängelte sich aus der FNB-Bank, als wir versucht haben an mehr Infos zum Verkauf zu kommen. Wir haben es daher übers Internet probiert. Das war erst abends möglich – noch nicht zu spät, um an Tickets zu kommen. Nach dem ersten Deutschlandspiel in Durban, das wir uns schon in der dritten Phase sicherten, heißt das nächste Ziel Nelspruit: Nordkorea gegen Elfenbeinküste.
Es ist eher unwahrscheinlich, dass weitere Karten für uns drin sind. Für die WM-Zeit haben wir, zwei deutsche Studenten und ich, uns ein Auto gemietet, um das Land zu erkunden. Da die Spielorte weit auseinander und die Spiele nicht immer passend liegen, können wir es leider nicht realisieren, sehr viele Spiele live anzuschauen.
An die Tickets zu kommen, scheint das kleinere Problem zu sein. Im Internet gibt es auf der Seite der FIFA eine Übersicht der Verfügbarkeit. Es scheint noch Karten für alle Spiele zu geben. Keine der Kategorien ist bis jetzt mit rot für „ausverkauft“ gekennzeichnet. „Momentan nicht verfügbar“, heißt es dagegen bei den meisten. Ob diese Karten frei werden und wann, weiß keiner genau.
Die billigere vierte Kategorie ist eigens für die Südafrikaner reserviert, damit sich auch viele Einheimische Tickets leisten können. Die weißen Südafrikaner wissen zwar nicht, wie man Fußball schreibt, wollen sich aber trotzdem Spiele anschauen. Wie schon länger bekannt ist, läuft der Ticketverkauf sehr schleppend. Ob die Stadien bis zum Start unters Dach gefüllt sind, bleibt daher erstmal abzuwarten.
Es ist eher unwahrscheinlich, dass weitere Karten für uns drin sind. Für die WM-Zeit haben wir, zwei deutsche Studenten und ich, uns ein Auto gemietet, um das Land zu erkunden. Da die Spielorte weit auseinander und die Spiele nicht immer passend liegen, können wir es leider nicht realisieren, sehr viele Spiele live anzuschauen.
An die Tickets zu kommen, scheint das kleinere Problem zu sein. Im Internet gibt es auf der Seite der FIFA eine Übersicht der Verfügbarkeit. Es scheint noch Karten für alle Spiele zu geben. Keine der Kategorien ist bis jetzt mit rot für „ausverkauft“ gekennzeichnet. „Momentan nicht verfügbar“, heißt es dagegen bei den meisten. Ob diese Karten frei werden und wann, weiß keiner genau.
Die billigere vierte Kategorie ist eigens für die Südafrikaner reserviert, damit sich auch viele Einheimische Tickets leisten können. Die weißen Südafrikaner wissen zwar nicht, wie man Fußball schreibt, wollen sich aber trotzdem Spiele anschauen. Wie schon länger bekannt ist, läuft der Ticketverkauf sehr schleppend. Ob die Stadien bis zum Start unters Dach gefüllt sind, bleibt daher erstmal abzuwarten.
Labels:
Achern,
Greenpoint,
Hoffnung,
Oberachern,
Ortenau,
Rugby,
Soccer City,
Societies,
South Africa,
Stellenbosch,
Südafrika,
WM,
World Cup
Montag, 12. April 2010
Ein großes Durcheinander
Am Samstag standen im Rahmen der „Cape Town International Challenge“ zwei Matches im Greenpoint Stadion an. Natürlich ließ ich mir das nicht entgehen. Nigeria gegen Südafrika und Brasilien gegen Ghana standen auf dem Plan. Schon auf dem Weg ins Stadion wurden die Fans durch Zäune abgetrennt von der Straße Richtung Stadion gelotst.
Die Sicherheitskontrolle, inmitten einer abgesperrten Straße war äußerst lasch. Zwar mit modernster Technik, allerdings ohne wirklich zu prüfen, ob gefährliche Gegenstände mitgeführt wurden. Gleich nach der mobilen Sicherheitskontrolle konnte man eine neuere Busstation bewundern. Diese wurde extra für die WM errichtet, um die Fans mit Bussen zum Stadion zu transportieren. Da sich die Taxifahrer jedoch dagegen wehren, wurde sie noch nicht in Betrieb genommen.

Was auf dem Weg bereits kräftig klingt, sind die Vuvuzelas der Fußballfans. Wir haben uns vor dem Spiel ebenfalls derartige Blasinstrumente gekauft, um uns an dem Lärm zu beteiligen. Wenn man die Technik raus hat, ist es einfach einen lauten Ton zu erzeugen, allerdings nach kurzer Zeit sehr anstrengend.
Verwirrung nach dem Einmarsch der Teams: Zunächst die südafrikanische Hymne, dann wurden die Namen der nigerianischen Mannschaft vorgelesen. Die südafrikanische Mannschaft wurde komischerweise nicht wirklich vorgestellt und da auch keine Musik für die nigerianische Hymne vorlag, hat ein Spieler die Hymne über ein Micro gesungen. Ein erneutes Beispiel für „This is Africa“.
Gleiches gilt auch für unsere Unimannschaft. Letzte Woche sind wir zu unserem ersten Spiel nach Kapstadt gefahren. Nach dem Warmlaufen, ging es wieder nach Hause, da der Schiri nicht aufgetaucht ist. Mittlerweile sind es vier Spiele, die wir nicht bestritten haben. Ein anderes Mal hatte unser Coach etwas dagegen zu spielen, da das Spiel erst am Vortag angekündigt war. Diese Woche wird wohl der nächste Versuch gestartet.
Hier geht es zur Bildergalerie
Die Sicherheitskontrolle, inmitten einer abgesperrten Straße war äußerst lasch. Zwar mit modernster Technik, allerdings ohne wirklich zu prüfen, ob gefährliche Gegenstände mitgeführt wurden. Gleich nach der mobilen Sicherheitskontrolle konnte man eine neuere Busstation bewundern. Diese wurde extra für die WM errichtet, um die Fans mit Bussen zum Stadion zu transportieren. Da sich die Taxifahrer jedoch dagegen wehren, wurde sie noch nicht in Betrieb genommen.

Was auf dem Weg bereits kräftig klingt, sind die Vuvuzelas der Fußballfans. Wir haben uns vor dem Spiel ebenfalls derartige Blasinstrumente gekauft, um uns an dem Lärm zu beteiligen. Wenn man die Technik raus hat, ist es einfach einen lauten Ton zu erzeugen, allerdings nach kurzer Zeit sehr anstrengend.
Verwirrung nach dem Einmarsch der Teams: Zunächst die südafrikanische Hymne, dann wurden die Namen der nigerianischen Mannschaft vorgelesen. Die südafrikanische Mannschaft wurde komischerweise nicht wirklich vorgestellt und da auch keine Musik für die nigerianische Hymne vorlag, hat ein Spieler die Hymne über ein Micro gesungen. Ein erneutes Beispiel für „This is Africa“.
Gleiches gilt auch für unsere Unimannschaft. Letzte Woche sind wir zu unserem ersten Spiel nach Kapstadt gefahren. Nach dem Warmlaufen, ging es wieder nach Hause, da der Schiri nicht aufgetaucht ist. Mittlerweile sind es vier Spiele, die wir nicht bestritten haben. Ein anderes Mal hatte unser Coach etwas dagegen zu spielen, da das Spiel erst am Vortag angekündigt war. Diese Woche wird wohl der nächste Versuch gestartet.
Hier geht es zur Bildergalerie
Labels:
Fußball,
Greenpoint,
Kap,
Kapstadt,
Oberachern,
Ortenau,
WM
Montag, 5. April 2010
Unruhe kurz vor der WM
Die Lage in Südafrika könnte sich zehn Wochen vor der WM ernsthaft zuspitzen: Eugene Blanche, ehemaliger Führer der rechtsextremen AWB, wurde am Samstag von zwei schwarzen Arbeitern mit Machete und Schlagstock erschlagen.
- Hier der Link zum Spiegel-Artikel-
Die 15 und 21 Jahre alten Angreifer stellten sich. Als Motiv gaben sie einen nicht bezahlten Lohn an. Die Buren sehen den Mord jedoch unter anderen Motiven. Julius Malema, der Anführer der Jugendorganisation des ANC (African National Congress – regierende Partei in Südafrika), heizt mit „Hassreden“ die Stimmung an.
Er wolle dem Beispiel Simbabwes folgen und die weißen Farmer töten. In einem Lied, das mittlerweile vom Obersten Gericht auf die Tabuliste gesetzt wurde, sang er vor laufender Kamera: „Kill the boere“. In diesen Äußerungen sieht der AWB die wirklichen Hintergründe. Laut Zeitungsbericht will die AWB die nächsten Tage ruhig bleiben um ihrem früheren Leader zu gedenken. Nach der Beerdigung wolle man tätig werden. Es wird viel spekuliert, ob Demonstrationen ruhig verlaufen. Manche fürchten auch blutige Rache. Man fühlt sich in dieser beklemmenden Situtation wie im falschen Film. Auf einer Facebook-Seite gedenkt man dem Toten. Die Mitgliederanzahl steigt sprunghaft an. Stündlich kommen neue Kommentare hinzu. Die meistens auf Afrikaans verfassten Kommentare sind hässliche Äußerungen und Beschimpfungen gegen Schwarze. Einige versuchen auch, die Situation zu beruhigen. Andere sind neutral, bekunden ihre Anteilnahme.
Die ersten Buren packen indes schon die alten südafrikanischen Flaggen aus der Zeit der Apartheid aus. Wohin all das führen wird, ist unklar. Jedoch entsteht kommt kurz vor der WM – auch für den Gast – ein beunruhigendes Gefühl auf.
- Hier der Link zum Spiegel-Artikel-
Die 15 und 21 Jahre alten Angreifer stellten sich. Als Motiv gaben sie einen nicht bezahlten Lohn an. Die Buren sehen den Mord jedoch unter anderen Motiven. Julius Malema, der Anführer der Jugendorganisation des ANC (African National Congress – regierende Partei in Südafrika), heizt mit „Hassreden“ die Stimmung an.
Er wolle dem Beispiel Simbabwes folgen und die weißen Farmer töten. In einem Lied, das mittlerweile vom Obersten Gericht auf die Tabuliste gesetzt wurde, sang er vor laufender Kamera: „Kill the boere“. In diesen Äußerungen sieht der AWB die wirklichen Hintergründe. Laut Zeitungsbericht will die AWB die nächsten Tage ruhig bleiben um ihrem früheren Leader zu gedenken. Nach der Beerdigung wolle man tätig werden. Es wird viel spekuliert, ob Demonstrationen ruhig verlaufen. Manche fürchten auch blutige Rache. Man fühlt sich in dieser beklemmenden Situtation wie im falschen Film. Auf einer Facebook-Seite gedenkt man dem Toten. Die Mitgliederanzahl steigt sprunghaft an. Stündlich kommen neue Kommentare hinzu. Die meistens auf Afrikaans verfassten Kommentare sind hässliche Äußerungen und Beschimpfungen gegen Schwarze. Einige versuchen auch, die Situation zu beruhigen. Andere sind neutral, bekunden ihre Anteilnahme.
Die ersten Buren packen indes schon die alten südafrikanischen Flaggen aus der Zeit der Apartheid aus. Wohin all das führen wird, ist unklar. Jedoch entsteht kommt kurz vor der WM – auch für den Gast – ein beunruhigendes Gefühl auf.
Labels:
Fußball,
Greenpoint,
Kapstadt,
Oberachern,
Ortenau,
Soccer City,
Stellenbosch,
Südafrika,
Township,
WM
Montag, 22. März 2010
Die wilde Seite des Kontinents

Eine große Attraktion im Western Cape ist das Haifischtauchen. Von Gaansbai aus geht es mit dem Schiff raus aufs Meer. Zwischen der Küste und einer kleinen Insel wird der Käfig zu Wasser gelassen. Auf der Insel leben viele Robben, die die Lieblingsspeise der Haie sind. Die „Great Whites“ – die legendären weißen Haie – werden mit Blut und kleineren Fleischstückchen angelockt. Als Köder dienen große Fischköpfe, die an einem Seil angebunden vor dem Käfig ins Wasser geworfen werden. So versucht man die Haie für die beste Sicht und den Nervenkitzel direkt vor den Käfig zu locken. Es wird jedoch immer darauf geachtet, dass der Hai nicht gegen den Käfig knallt und sich dabei verletzt.
Leider war bei unserem Trip, meine Eltern haben mich in den Semesterferien besucht, die Sicht unter Wasser auf ein bis zwei Meter beschränkt. Zudem gelang es nur selten, die Haie tatsächlich auch an den Käfig zu locken. Vom Schiff aus konnte man die Haie gut beobachten und den größten Raubfisch der Meere bewundern. Nach den Meeresjägern ging es drei Tage später zu den Jägern auf dem Land. Der Krüger-Nationalpark ist mit zwei Millionen Hektar der größte Südafrikas. Hier sind mit Löwe, Leopard, Büffel, Elefant und Nashorn auch die „Big Five“, die fünf großen Landsäugetiere, beheimatet. Auf einem offenen Geländewagen geht es über die Pisten, um möglichst viele Tiere vors Objektiv zu bekommen.
Am Leopard lag es, dass wir unsere Liste nicht komplett abhaken konnten. Es wollte sich uns keiner zeigen. Interessant ist, dass die Tiere die großen Geländewagen nicht als Bedrohung ansehen. Öfters bewundern konnten wir Elefanten, Giraffen und Zebras.
Schon allein die Landschaft lohnt einen Ausflug in den Krügerpark. Auf unserer Fahrt ging es anfangs durch dicht bewachsenes Gelände, das später zu weitläufigen Steppe wurde. So konnte ich mit diesen Ausflügen die eindrucksvolle wilde Seite Südafrikas kennenlernen.
Labels:
Achern,
Fußball,
Oberachern,
Stellenbosch,
Südafrika,
Township
Dienstag, 16. März 2010
Ein Trip nach Kapstadt - WM Begeisterung spürbar
Nachdem die stress- und lernintensive Testvorbereitung vorbei ist, befinde ich mich nun mitten in den Ferien. Diese begannen am Freitag mit der Fahrt nach Kapstadt. Bereits am Mittwoch habe ich Besuch von meiner Familie bekommen, die hier ein paar Tage mit mir Urlaub machen. Kapstadt ist eine schoene Stadt. Der Weg dorthin fuehrt jedoch erneut am riesigen Township Khayelisha vorbei, bei welcher sich immer ein trauriges Gefuehl einstellt.
Die Armut bekommt man gerade in Kapstadt oft zu Gesicht. Die vielen Bettler erhoffen sich gute Gelegenheiten bei dem wohlhabenderem Volk Suedafrikas und von den vielen Touristen, die es hier gibt. Im Gegensatz zu Stellenbosch, wo die Bettler nur zum Betteln in die Stadt kommen, sieht man mitten in Kapstadt die armen Menschen auf dem grossen Platz vor dem Rathaus schlafen, weil sie kein anderes zu Hause haben. Dies ist der gleiche Platz, auf dem in 3 Monaten viele Einheimische und Touristen die WM live auf einem grossen Bildschirm verfolgen koennen. Wie 2002 in Achern heisst es nun 1:0 fuer Kapstadt.
Wir sind direkt im Greenpoint untergekommen. Von unserem Guesthouse kann man in ein paar Minuten zum Stadion laufen. Hier sind die Bauarbeiten sichtilich in Gange. Vor dem Stadion sind viele Bereiche noch in Bearbeitung und werden bis Juni wohl fertiggestellt um dem Gesamtbild des Stadions kein Dorn im Auge zu sein. Innerhalb der engsten Umzauunung befinden sich Kraene und an der Stadionverkleidung wird noch gebastelt. Genauer haben wir mir das Stadion nicht angeschaut.
Die Zahl der Werbeplakate ist seit Anfang Januar deutlich gewachsen. Man kann man an der Waterfront kleine Bootstouren in einem etwas groesseren Fussball buchen. In einem Supermarkt sind ueber den Regalen die Flaggen der teilnehmenden Nationen ausgehaengt und auf Schildern werden in verschiedenen Sprachen die Menschen begruesst. "WM2010 I can't wait", wie auf einem riesigen Plakat in der Stadt zu lesen ist, ist nun in Kapstadt ein grosses Thema.
Labels:
Achern,
Fußball,
Greenpoint,
Kapstadt,
Oberachern,
Ortenau,
Stellenbosch,
Südafrika,
Township,
WM
Dienstag, 9. März 2010
TIA - This is Africa
Eine Woche noch, dann sind Ferien. Jeder Student aber verbindet die letzte Woche vor den Ferien mit Abgaben von Essays und Tests. Dass dies wichtig ist, aber nicht zu den Lieblingsbeschäftigungen zählt, dürfte jeder einsehen. Ich werde Donnerstag mit Afrikaans und Freitag mit meiner Ingenieursvorlesung (Electrical Drive Systems) das Vergnügen haben.
Afrikaans fällt allen Deutschen recht leicht, da die Grammatik sehr simpel ist und viele Wörter sehr ähnlich sind. Einzig die Betonung und das Buchstabieren waren anfangs etwas komisch. Nachdem man sich daran gewöhnt hat, kommt es nur noch auf das Vokabelpauken an. Ich habe es allerdings aufgegeben, die in Afrikaans gehaltene Ingenieursvorlesung, zu besuchen. Die wichtigen Einzelheiten bleiben auf der Strecke. Das Textbuch ist zum Glück auf Englisch und wird so dieses Semester den Dozenten für mich ersetzen.
Das Lernen fällt mir hier nicht wirklich leicht: das Wetter hat sich seit letzter Woche konstant auf drückend heiß eingependelt, einige Societies und viele andere Aktivitäten erschweren das Lernen dazu noch maßgeblich. Societies sind Gruppierungen aller Art: sportliche, religiöse, politische, soziale, etc. Ich habe mich bisher für die Capoeira-, Dance- und die Weinsociety eingetragen. Das bedeutet regelmäßige Trainingszeiten unter der Woche. Die Weinsociety bietet wöchentlich Touren zu den Weinfarmen oder Weinproben auf dem Campus an. Eventuell werde ich mich dem Unterwasserclub anschließen, da ich unbedingt den Tauchschein machen möchte. Die Societies sind gerade für Internationale Studenten eine gute Möglichkeit, neue Leute kennen zu lernen. Die Einladung zu abendlichen Aktivitäten und Ausflügen sind die Folge. Man kann und will ja auch nicht immer absagen.
Und dann gibt es noch den Fussball. Ich habe die Trials für das Studententeam gemeistert und trainiere nun mit einem internationalen Team für die Studentenliga. Am Mittwoch haben wir unser erstes Spiel. Gegen wen, steht noch nicht fest, auch der restliche Spielplan ist noch nicht veröffentlicht. Das ist hier nichts besonderes, organisatorisch dauert alles etwas länger: TIA – This is Africa!
Labels:
Fußball,
Kap,
Oberachern,
Soccer City,
Societies,
Stellenbosch,
Südafrika
Abonnieren
Posts (Atom)